Forum „Oberstufe neu gestalten – Bildung für die Zukunft“

20./21. März 2017
Berlin
Pfefferberg Haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
Anrisstext
Beim Forum „Oberstufe neu gestalten – Bildung für die Zukunft“ entwickelten die Teilnehmenden neue Lernformate, diskutierten über Zugänge und alternative Abschlussformate.
Absätze

Das Abitur, die allgemeine Hochschulreife, ist das Ziel der allermeisten Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Eltern. Denn das Abitur gilt vielen als Eintrittskarte für beruflichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufstieg. Inzwischen machen rund die Hälfte eines Jahrgangs Abitur. Doch in den letzten Semestern bis zu den Prüfungen hat sich am Unterricht in den Schulen meist wenig geändert – im Gegensatz zu den Schulstufen, die die Jugendlichen zuvor durchlaufen haben. Durch den Anstieg der Abiturientenquote wird auch die Oberstufe zunehmend heterogener: unterschiedliche Lernbiographien, Inklusion, Migration und Fluchterfahrungen sind Themen, mit denen sich Lehrerinnen und Lehrer zunehmend auseinandersetzen müssen.  

Die Diversifizierung von Studiengängen und Ausbildungsmöglichkeiten erfordert schulische Konzepte, die berufliche Orientierung und Interessenentwicklung stärker in den Blick nehmen. In der Arbeitswelt der Zukunft werden Arbeit und Lernen stärker miteinander verknüpft sein, fachübergreifende Kompetenzen sind ebenso gefordert wie fachliche Kenntnisse. Doch angesichts von Standardsetzungen und strukturellen Rahmenvorgaben, die auf eine länderübergreifende Vergleichbarkeit und die Qualitätssicherung des Abiturs zielen, scheinen gerade in der Oberstufe die Gestaltungsspielräume für Innovationen begrenzt.