Daten für Taten nutzen

Chancen für die Schulentwicklung
Anrisstext
Wie können die in einer Schule erhobenen Daten für Verbesserungen des Unterrichts und des Schulalltags genutzt werden? Wie kann eine Schule verhindern, dass sie nur einen Datenfriedhof anlegt, statt wertvolle Erkenntnisse zu generieren? Bei uns arbeiten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis an Antworten auf diese Fragen.
Absätze
An der Hamburger Max Brauer Schule werden die Ergebnisse von Lern­stands­erhebungen gezielt genutzt, um schulische Veränderungs­prozesse anzu­stoßen und den Erfolg der Weiter­entwicklungen zu über­prüfen.

Gute Schulen zeichnen sich unter anderem durch einen systematischen und kenntnisreichen Umgang mit Daten zum Leistungsstand ihrer Schülerinnen und Schüler und zur schulischen Entwicklung insgesamt aus. Konkret heißt das: Sie erheben kontinuierlich Daten zur schulinternen und -externen Evaluation und sie nutzen diese Ergebnisse für ihre Schul- und Unterrichtsentwicklung. Sie haben feste Routinen mit verabredeten Abläufen für den Umgang mit Daten entwickelt. Die Kommunikation über Ergebnisse ist geregelt. Eigens hierfür aus- oder fortgebildete Lehrerinnen und Lehrer nehmen Verantwortung für diesen Bereich wahr.   

Daten für die Schulentwicklung: Was brauchen wir wirklich?

Auch jenen Schulen, die bereits über einen reichen Erfahrungsschatz und Routinen im Umgang mit Daten verfügen, fehlt häufig das breite Wissen über geeignete Instrumente, mit denen solche Daten generiert werden können, die Gebrauchswert für die Schul- und Unterrichtsentwicklung besitzen. Die spannende Frage, die sich Schulen stellen, lautet: Welche Instrumente und Methoden, welche Daten sind für uns geeignet, um ganz bestimmte Bereiche oder Dimensionen so zu erfassen, dass wir sie für Schulentwicklung nutzen können? Hier ist der Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft hilfreich. 

„Zur datengestützten Schulentwicklung arbeiten wir mit der Uni zusammen. Aus den Evaluationen können wir wichtige Informationen ziehen und sinnvolle weitere Schritte für unsere Arbeit ableiten.“

Zitat einer Schulleiterin

Empirische gewonnene Daten können die Schul- und Unterrichtsentwicklung gerade dann besonders unterstützen, wenn die eingesetzten Instrumente stärker in Kooperation mit Schulen entstehen und mit diesen zusammen weiterentwickelt werden. Erst dann können Daten auf Fragen antworten, die in den Schulen konkret entstanden sind. Hier setzen wir an: Wir möchten mit unseren Angeboten an der Schnittstelle zwischen Schulpraxis und Bildungswissenschaft einen nützlichen Beitrag dazu leisten, wie die in der Schule gewonnenen Daten in konkrete Taten zur Verbesserung von Schule und Unterricht umgesetzt werden können. Dazu entwickeln wir weitere Angebote und unterstützen den Austausch in Foren und Werkstätten. 

Kompakt: Von Daten zu Taten

Seit PISA hat das Erheben von Daten zur Beurteilung von Leistungsfähigkeit eine gewisse Selbstverständlichkeit bekommen. Für das professionelle Handeln der Schulen ist von herausragender Bedeutung, wie sie interne und extern erhobene Daten für ihren schulischen Entwicklungsprozess nutzen. Gute Schulen haben hierfür Routinen und Verfahren der schulinternen Verarbeitung und Kommunikation entwickelt. Wir unterstützen sie und arbeiten daran, dass an immer mehr Schulen Kompetenzen für datenbasierte Schulentwicklung erworben werden.