Raum – Zeit – Schulentwicklung

Anrisstext
Eine zeitgemäße Schule braucht Mut zur Veränderung. Wie neue Raum- und Zeit-Strukturen aussehen können, zeigt diese Werkstatt.
Absätze

Die 45-Minuten-Unterrichtsstunde ist bis heute die Norm – mehr als 100 Jahre nach ihrer Einführung in Deutschland. Doch eine zeitgemäße Schule, die den aktuellen Herausforderungen gerecht werden will, braucht innovative Ansätze. Mit der Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ laden wir die Teilnehmenden dazu ein, sich kreativ und selbstreflexiv mit Schul- und Unterrichtskultur auseinanderzusetzen und neue Wege zu gehen. Gemeinsam entwickeln und erproben wir praxistaugliche Herangehensweisen und Konzepte, um festgefahrene Strukturen zu erneuern.

Neue Lernstrukturen: Raum und Zeit gestalten

Zielsetzung

Die Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ will eine Atmosphäre des Aufbruchs schaffen und bei den einzelnen Beteiligten die Bereitschaft zur Schulentwicklung stärken. Das zentrale Ziel ist es, Ideen zur Erneuerung der Schul- und Unterrichtskultur zu entwickeln, zu reflektieren und in die Praxis umzusetzen. Dabei ist das wesentliche Instrument der kreative Umgang mit den Faktoren Zeit und Raum – es geht um physische und kognitive Räume des Lernens. Darüber hinaus vermittelt die Werkstatt für die Schulentwicklung relevante inhaltliche und methodische Kompetenzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen so befähigt werden, Raum- und Zeit-Modelle an ihrer Schule spürbar und nachhaltig zu verändern.

Zielgruppe

Insgesamt können zwölf Schulen mit einem eigenen Team an der Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ teilnehmen. Jedes Team besteht aus drei Vertreterinnen und Vertretern einer Schule, die Teilnahme der Schulleitung ist dabei obligatorisch. Die Werkstatt ist schulformübergreifend angelegt.

Wir setzen eine offene und experimentierfreudige Grundhaltung, Kreativität, den Willen zur Veränderung und eine verbindliche Teilnahme an allen Bausteinen voraus. Außerdem wird empfohlen, dass die teilnehmenden Schulen zusätzlich zur Werkstatt ein Coaching für die eigene Schule organisieren und finanzieren.

Aufbau

Die Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ ist als modulare Langzeitfortbildung über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren angelegt. Sie setzt sich aus fünf zweieinhalbtägigen Bausteinen zusammen, die an jeweils verschiedenen Orten angeboten werden. Die Auswahl der Orte erfolgt in Bezug auf die jeweiligen Fragestellungen der Bausteine. Aus logistischen Gründen wird bei der Auswahl der Veranstaltungsorte ein regionaler Fokus entweder auf den Norden und Osten oder auf den Süden und Westen der Republik gelegt.

Eine intensive, einjährige Konzeptphase umfasst die ersten drei Bausteine der Werkstatt. Dabei wechseln sich konzentrierte Inputs zu Kernfragen von Veränderungsprozessen mit schöpferischen Abschnitten ab. Schon während der Konzeptphase geht es darum, die Konzepte in konkrete Planungen vor Ort umzusetzen. Dazu gehören auch Gremienentscheidungen in den beteiligten Schulen.

Die daran anschließende einjährige Praxisphase findet idealerweise im folgenden Schuljahr statt. Dann sollen die Elemente einer neuen Raum-Zeit-Praxis an den Schulen eingeführt und erprobt werde. Der vierte Baustein widmet sich vor allem der Stabilisierung des Wandels und dem Austausch zwischen den Beteiligten. Im fünften Baustein steht die Reflexion im Fokus: Die Teilnehmenden ziehen Bilanz und passen die neu implementierten Konzepte gegebenenfalls an.

Während der Werkstatt werden in der Regel sechs Schulen von einer Trainerin oder einem Trainer begleitet, vor Ort besucht und beraten. Darüber hinaus finden in der letzten Phase zwei regionale Treffen zum Austausch über relevante Schulentwicklungsvorhaben und zur Vorbereitung des fünften Bausteins statt.

Inhalt

In der Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ wechseln sich vielfältige Interaktionsformen ab – dazu zählen zum Beispiel Gespräche, Gruppenarbeit, Präsentationen, Vorträge, Feedback oder Lektionen. Inputs geben sowohl die Trainerinnen und Trainer der Werkstatt als auch externe Referentinnen und Referenten, unter anderem von Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises.

Die Werkstatt beruht auf dem Prinzip der Eigenrealisierung. Das heißt: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich auf die verschiedensten Arbeitsformen ein. Der persönliche Bezug (unter Berücksichtigung der individuellen Lehrkräftebiografie) wird immer wieder beleuchtet und reflektiert. Es werden keine Rezepte oder Muster vorgestellt, sondern durch die Beteiligung aller Anwesenden entwickelt sich die intensiv vorbereitete Werkstatt auf ihre Weise – im Sinne guten Unterrichts: Es gibt eine präzise Vorstellung von Zielen und Ablauf, doch die Teilnehmenden müssen sich nicht einer dominierenden Planung unterordnen. Vielmehr beeinflussen und gestalten sie dank ihrer Aktivität und Teilnahme das Geschehen entscheidend mit.

Team

Die Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ wurde entwickelt unter Projektleitung von Ulrike Kegler, Dr. Wilfried Kretschmer, Dr. Hans Kroeger und Barbara Riekmann. Die Werkstatt wurde von 2015 bis 2017 pilotiert.

Erfahrene Trainerinnen und Trainer leiten die Fortbildung und sind für die Durchführung verantwortlich.

Trainnerin und Trainer

Ulrike Kegler
Ehem. Schulleiterin, Montessori-Schule Potsdam (Preisträgerschule 2007);
ehem. Mitglied des Programmteams der Deutschen Schulakademie

Barbara Riekmann
Ehem. Schulleiterin der Max-Brauer-Schule, Hamburg (Preisträgerschule 2006);
ehem. Mitglied des Programmteams der Deutschen Schulakademie

Kooperationspartner

Die Werkstatt „Raum – Zeit – Schulentwicklung. Wie Schule verändert werden kann“ ist bisher ohne Kooperationspartnerschaften realisiert worden. Wenn Sie Interesse haben, die Werkstatt mit uns zu realisieren, kontaktieren Sie gerne das Team Kooperationsmanagement.