Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen - Themenwoche Deutscher Schulpreis 20|21 Spezial

20. April 2021 I 16:30-18:00 Uhr
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Anrisstext
Dort, wo Kinder es gelernt haben, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen, klappt das Lernen im Homeschooling besser. Wie gelingt das Lernen zu Hause oder der Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht und wie können die Erfahrungen für die künftige Schulentwicklung genutzt werden? Drei nominierte Schulen präsentieren uns ihre Antworten.
Absätze

Die Alemannenschule Gemeinschaftsschule Wutöschingen öffnet mit ihrer „Schmetterlingspädagogik“ starre Unterrichtsstrukturen. Sie stellt das selbstorganisierte Lernen und das „Lernen durch Erleben“ in den Mittelpunkt ihres pädagogischen Handelns und ermöglicht ihrer Schülerschaft ressourcenorientierte, positive Bildungserfahrungen. Sie sieht ihre Aufgabe darin, die „Schmetterlingspädagogik“ in allen Bereichen umzusetzen und die digitalen Werkzeuge weiterzuentwickeln. Auch möchte sie andere Schulen dabei unterstützen, zeitgemäße Bildungsmaterialien zu konzipieren.

Die Städtische Gesamtschule Münster-Mitte hat sich besonders die Begabungsförderung auf die Fahnen geschrieben, ausgerichtet an den Potenzialen der einzelnen Lernenden. Schon vor der Schließzeit war die Gesamtschule digital gut aufgestellt. Seit fünf Jahren nutzte sie „IServ“ als virtuelle Lern- und Arbeitsplattform. Andere Schulen können von der Gesamtschule lernen, wie es funktionieren kann, das Konzept des selbstständigen, bildungsgerechten Lernens auf den Distanzunterricht zu übertragen – hin zu einer neuen, offenen Lernkultur.

Schon vor der Corona-Krise war ausgeprägtes selbstständiges Lernen gelebte Praxis am Staatlichen Gymnasium Holzkirchen in Bayern. In der Pandemie entwickelt die Schule im Aufbau zielorientiert ihre Konzepte weiter, um ihre Schülerinnen und Schüler zu einer noch größeren Selbstverantwortung für den eigenen Lernprozess zu leiten. Deshalb arbeitet die Schule daran, trotz gymnasialer Leistungsorientierung weniger die Noten als den Lernerfolg in den Blick zu nehmen und setzte schon vor dem Lockdown ausschließlich auf angekündigte oder freiwillige Leistungserhebungen. Es traut sich, mit seinem innovativen Notenkonzept das Gymnasium anders zu denken. Schulen, die ebenfalls bereit sind, neue Wege zu gehen, können von ihm lernen.

Prof. Dr. Klaus Konrad wird die Konzepte der Schulen mit seiner wissenschaftlichen Kommentierung begleiten.

Referentinnen und Referenten:

  • Stefan Ruppaner, Schulleiter der Alemannenschule Gemeinschaftsschule Wutöschingen
  • Axel Kisters, Schulleiter, Dr. Andreas Lauer, Stellv. Schulleiter und Christiane Heiland, erweiterte Schulleitung des Staatlichen Gymnasiums Holzkirchen
  • Ulli Thöne, Didaktische Leiterin und Kristina Brauch, Lehrerin, Städtische Gesamtschule Münster-Mitte
  • Prof. Dr. Klaus Konrad, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten