Ganztag gut gestalten in Zeiten der Pandemie

15. Dezember 2020
Online
Anrisstext
Auch Ganztag ist während Corona schwierig: Kinder sitzen auch außerhalb des Unterrichts oft in den Klassenzimmern – das ist pädagogisch unbefriedigend. Wie gestalten wir Ganztag trotzdem sinnvoll? In unserem Digitalen Impuls suchen wir Lösungen für guten Ganztag in der Krise, stellen Beispiele mit Kulturschaffenden und Kulturstätten vor und zeigen Ihnen, wie dadurch Spaß, Beziehung und anderes Lernen möglich bleiben.
Absätze
Mediathek: Digitale Impulse - Ganztag gestalten

Mehr als zwei Drittel aller Schulen in Deutschland haben Ganztagsangebote. Damit haben sie das Potenzial, Beziehungen und Angebote für Kinder zu gestalten, die der klassische Unterricht nicht bietet. Oft ist der Ganztag wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts und spielt gerade für Schulen in herausfordernder Lage eine zentrale Rolle.

In Zeiten der Pandemie einen guten Ganztag zu gestalten, ist jedoch eine Herausforderung. Eigentlich ist Ganztag durch Freiraum und klassenübergreifenden Austausch geprägt, was unter den Bedingungen des Infektionsschutzes schwierig ist. Auch für die Arbeit mit vielfältigen Kooperationspartnern sind die Rahmenbedingungen in der Pandemie oft unklar.

Wie kann Ganztag trotzdem kindgerecht und pädagogisch sinnvoll gestaltet werden?

Im Digitalen Impuls Ganztag gut gestalten in Zeiten der Pandemie zeigen wir anhand konkreter Beispiele, was dennoch möglich ist. Dabei setzen wir unseren Fokus auf die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden und Künstler*innen, bei denen sich gerade jetzt zeitliche Möglichkeiten ergeben, mit Schulen zu kooperieren. Ausdrücklich sind nicht nur Lehrkräfte und Schulleitungen, sondern auch Kulturschaffende, Künstler*innen und Mitarbeitende des Ganztags herzlich zu diesem Digitalen Impuls eingeladen.

Referentinnen und Referenten:

  • Sylvia Löhrmann, verantwortet im Programmteam der Deutschen Schulakademie das Thema „Ganztag“. Sie ist Lehrerin für die Sekundarstufen I und II. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin an der ersten Gesamtschule in Solingen wirkte sie an der Entwicklung und Gestaltung schulübergreifender Themen in Infrastruktur auf kommunaler und Landesebene mit, etwa im Bereich der Integrationspolitik. Von 2010 bis 2017 war die Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) Ministerin für Schule und Weiterbildung sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • Clemens Wilhelm, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neunkirchen, Saarland, die seit über 30 Jahren im gebundenen Ganztag arbeitet. Schwerpunkte sind Draußenpädagogik und Land-Arts, die auch in Corona-Zeiten gut funktionieren.
  • Gisela Hartmann, Lehrerin an der Städtischen Ganztagsschule Emmerich, früher Choreographin für Jugendtanzprojekte, die derzeit im Ganztag Projekte umsetzt. Schwerpunkte sind Tanzprojekte, beispielsweise das Projekt „Dis-Tanzen“, das den emotionalen Umgang mit dem neuen Abstand thematisiert.
  • Birgit Iserloh ist Schauspielerin im Theater Traumbaum Freier Vogel in Bochum, NRW, das Theater-Konzepte für Schulen macht, diese inhaltlich und organisatorisch für die Corona-Situation angepasst hat und auch unter Bedingungen von Teil-Lockdown und Hygieneschutz erfolgreich durchführt.
  • Marcus Kauer, Leiter des Referats 1.3. u.a. für Ganztag und Kulturelle Bildung im Hessischen Kultusministerium, zuvor langjähriger Schulleiter einer Kultur-Ganztagsschule in Hessen.

Moderiert wird dieser Digitale Impuls von Sylvia Löhrmann und Dr. Petra Strähle, Leiterin des Regionalbüros Dortmund des Deutschen Schulpreises und der Deutschen Schulakademie.

Das Ziel der Digitalen Impulse

Ziel der Digitalen Impulse für Schulentwicklung ist es, aufgrund und auch trotz der schwierigen Situation, die sich aktuell insbesondere für Schulen aufgrund der Corona-Krise ergibt, Denkanstöße zu geben, gute Beispiele zu zeigen und eine Plattform für einen Erfahrungsaustausch zu schaffen. In jeder Woche laden wir zu einem neuen Thema ein, als Gast mit dabei sind immer verschiedene Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis, die mit kurzen Impulsen in die Diskussion einführen.

Digitales Tool

Bei unseren Online-Meetings wird die Software „Zoom“ der Zoom Video Communications, Inc. eingesetzt. Zoom ist ein US-Unternehmen, sodass durch die Übertragung unserer Online-Meetings personenbezogene Daten von Ihnen als Teilnehmende in die USA übertragen werden können. Da es sich zum jetzigen Stand bei den USA um ein Drittland handelt, dessen Datenschutzniveau im Vergleich zu den EU-Standards als unzureichend eingeschätzt wird, besteht das Risiko der Verarbeitung durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken, ggf. auch ohne Rechtsbehelfsmöglichkeiten. Indem ich per Link oder per Meeting-ID und Kenncode einem Online-Meeting beitrete, willige ich ein, dass meine Daten zum Zwecke der Durchführung des Online-Meetings via Zoom in den USA verarbeitet werden dürfen. 

Wir haben mit Zoom zudem einen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht und darüber hinaus weitere technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, um ein angemessenes Schutzniveau sicherzustellen. Weitere Hinweise zur Datenverarbeitung durch Zoom finden Sie in unserer allgemeinen Datenschutzerklärung Informationen zur Datenverarbeitung bei Zoom finden Sie hier.

Alternativ ist es möglich, im Anschluss an die Online-Meetings Aufzeichnungen ebendieser anzuschauen; diese werden über unsere Website zugänglich gemacht.