Innovationslabor „Lernen trifft Leben“

Absätze

Zentrales Thema des Innovationslabors „Lernen trifft Leben“, welches von 2016 bis 2019 arbeitete, war die Frage, was Schülerinnen und Schüler brauchen, damit sie erfolgreich und nachhaltig lernen. Die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen analysierten, was ihre Motivation zum Lernen ist. Aus der Perspektive der Lernenden formulierten sie, welche Ausgestaltung Schule vor dem Hintergrund des Erziehungs- und Bildungsauftrags erfahren soll. Sie klärten für sich, wie sie dem Anspruch, die Zivilgesellschaft zu gestalten, nachkommen wollen.

Zielsetzung

Das Innovationslabor „Lernen trifft Leben“ verfolgte vier Ziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler formulieren aus ihrer Perspektive heraus Faktoren für einen gelingenden Lernprozess.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen die konkreten Projekte an ihren Schulen sofort um.
  • Die Schülerinnen und Schüler reflektieren verschiedene Gelingensfaktoren für gutes Lernen.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Anforderungen an das pädagogische Handeln, das sich an den von ihnen formulierten Bedürfnissen orientiert.

Lerngemeinschaft

Im Innovationslabor „Lernen trifft Leben“ arbeiteten Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen in einer Lerngemeinschaft zusammen. Insgesamt beteiligten sich acht Schulen aus drei Bundesländern:

  • Evangelische Schule Neuruppin (Brandenburg)
  • Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder (Brandenburg)
  • Montessori-Grundschule Neuruppin (Brandenburg)
  • Evangelisches Johanniter-Gymnasium Wriezen (Brandenburg)
  • Leonardo da Vinci Campus Nauen (Brandenburg)
  • Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz (Brandenburg)
  • Käthe-Kollwitz-Oberschule (Berlin)
  • Don-Bosco-Schule Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

Weitere Partner ergänzten die Lerngemeinschaft:

  • Konzeptionelle Begleitung: Heinz-Joachim Lohmann, Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche im ländlichen Raum, Evangelische Akademie zu Berlin
  • Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Henning Schluss, Professur für empirische Bildungsforschung und Bildungstheorien, Universität Wien
  • Methodische Begleitung: Simon Raiser, Björn Warkalla, Büro planpolitik Berlin; Jochen Ruoff, Geschäftsführer der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau e.V.

Motivation

Kerngedanke des Innovationslabors war es, Schulentwicklung von „total unten“ durch Schülerinnen und Schüler selbst zu betreiben. Die Jugendlichen suchten sich Projektpartnerinnen und -partner, die sie bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Projekte unterstützten. Sie nutzten deren Expertise – zum Beispiel in den Bereichen Prozessmanagement, Kommunikation oder betriebliche Praxis. Die Schülerinnen und Schüler beantworteten für sich, was Schule leisten muss und wie Schule wirksam sein kann.

Das partizipative Prinzip „Von Lernenden für Lernende“ wurde dabei in höchstem Maße praktiziert, weil die Jugendlichen aus ihrer Perspektive nach flexiblen Lernorten, nach den passenden Inhalten und nach neuen Strukturen schauten. Sie nutzten zugleich die vorhandenen strukturellen und konzeptionellen Rahmenbedingungen der jeweiligen Schulstandorte, sodass sie die innovativen Ansätze unmittelbar in die Praxis umsetzen konnten.

Herangehensweise

Das Innovationslabor „Lernen trifft Leben“ war als offener Prozess angelegt, den Schülerinnen und Schüler von Anfang an selbst leiten, gestalten und entwickeln konnten. Die Jugendlichen übernahmen Verantwortung für den Organisationsprozess innerhalb des Innovationslabors und bei der Umsetzung der Projekte an den beteiligten Schulen. Sie gestalteten den Entwicklungsprozess, leiteten Indikatoren ab und führten die Evaluation durch. Außerdem organisierten sie jährlich zwei Tagungen für Schülerinnen und Schülern sowie Workshops, in denen sie sich austauschten und neue Ansätze konzipierten.

Kontakt

Die Evangelische Schule Neuruppin

Anke Bachmann, Dr. Bettina Labahn, Leitung Evangelische Schule Neuruppin

info@gymnasium-neuruppin.de