Evaluation

Absätze

Wir verfolgen einen „dialogischen Evaluationsansatz“ und legen dementsprechend großen Wert darauf, dass die wissenschaftlichen Evaluationsteams und die Projektleitungen und Trainerinnen und Trainer des evaluierten Angebots sich dialogisch und transparent zu Anlage, Durchführung, Rückmeldung und Interpretation von Verfahren und Ergebnissen austauschen. Insgesamt werden die externen Evaluationen der DSA-Angebote systematisch für den Wissenschaft-Praxis-Dialog genutzt.

Bei der Einordnung der empirisch feststellbaren Wirkungen unserer Angebote orientieren wir uns am vereinfachten Angebots-Nutzungs-Modell der Lehrerfortbildung nach Lipowsky und Rzejak (2015), in dem fünf Ebenen unterschieden werden: 

Fortbildungserfolg nach Lipowsky & Rzejak (2015)
 

  1. Reaktionen der Teilnehmenden (z.B. Zufriedenheit, Akzeptanz, eingeschätzte Relevanz)
  2. Lernen der Teilnehmenden (z.B. Wissen, Überzeugungen, Motivationen)
  3. schulisches Handeln der Teilnehmenden
  4. Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler
  5. Entwicklungen der gesamten Schule

Die Zufriedenheit mit unseren Angeboten, vor allem von einmaligen Veranstaltungen wie Foren und Kongressen, erfassen wir mit Fragebögen, um aus dem Feedback der Teilnehmenden zu lernen.

Die Erfassung von Wirkungen auf den höheren Ebenen des Angebots-Nutzungs-Modell der Lehrerfortbildung nach Lipowsky und Rzejak (2015) ist deutlich komplexer und erfordert ein aufwändiges Forschungsdesign. Üblicherweise sind die externen Evaluationen unserer Angebote daher multiperspektivisch angelegt und umfassen mehrere Messzeitpunkte. Quantitative Fragebogenerhebungen werden durch qualitative Instrumente (z.B. Interviews, Unterrichtsbeobachtungen) ergänzt und vertieft. Durch die längsschnittliche Befragung ganzer Kollegien (in einigen Studien auch Befragung von Schülerinnen und Schülern) ist es möglich, Wirkungen im Zeitverlauf an den Schulen abzubilden, welche sich durch die ergänzenden qualitativen Erhebungen mit einiger Plausibilität auf die Teilnahme am DSA-Angebot zurückführen lassen.

Wer evaluiert unsere Angebote?

Werkstätten

  • Die Werkstatt „Schule leiten“ wird derzeit evaluiert von Prof. Dr. Dirk Richter von der Universität Potsdam. Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von August 2017 bis Februar 2021.
     
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  • Die Werkstatt „Lernen – individuell und gemeinsam“ wird derzeit evaluiert von PD Dr. Hanna Dumont vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von Oktober 2017 bis Oktober 2020.
     
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  • Die Werkstatt „Kollegiale Unterrichtsentwicklung und -reflexion“ wird derzeit evaluiert von Prof. Dr. Frank Lipowsky von der Universität Kassel. Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von Februar 2018 bis September 2020.
     
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  • Die Werkstatt „Demokratie lernen – Partizipation gemeinsam gestalten“ wird derzeit evaluiert von Dr. Frederik Ahlgrimm von democaris e. V. Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von August 2018 bis Juli 2020.
     
     
     
  • Die Werkstatt „Willkommen, Ankommen, Weiterkommen – Kulturelle Vielfalt an Schulen gestalten“ wird derzeit evaluiert von Dr. Johanna Gesang von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von August 2019 bis Januar 2022.
     
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Netzwerke

  • Der Transfer-Zirkel „Jede(r) ist besonders“ wird derzeit evaluiert von Prof. Dr. Poldi Kuhl von der Leuphana Universität Lüneburg. Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von Juni 2017 bis Juli 2020.
     
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  • Das Netzwerk „Schulen einer Stadt“ wird derzeit evaluiert von Prof. Eiko Jürgens von der Universität Bielefeld.  Die längsschnittlich angelegte Untersuchung mit mehreren Messzeitpunkten kombiniert quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und läuft von Februar 2018 bis Juni 2020.
     
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  • Das Netzwerk „Schulentwicklung Schleswig-Holstein“ wurde evaluiert von Prof. Katharina Müller von der Leibniz Universität Hannover. Die Untersuchung kombinierte quantitative und qualitative Erhebungsmethoden und lief von Mai 2018 bis Juni 2019.
     
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