Gute Schule bewährt sich in der Krise

Anrisstext
Die Corona-Krise ist eine Chance, Schule aktiv und engagiert zu verändern. Die Empfehlungen unseres Positionspapiers „Gute Schule bewährt sich in der Krise“ geben Impulse, wie Schule zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Absätze
Gebrüder Grimm Schule, Hamm

Das Papier „Gute Schule bewährt sich in der Krise“ bündelt die Empfehlungen unsers Programmteams mit den Erfahrungen von Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises, die mit innovativen Konzepten die Krise erfolgreich bewältigt haben. Aus den Erkenntnissen der Schulen aus der Pandemie-Zeit lassen sich wertvolle Hinweise für die Gestaltung zukunftsfähiger Schulen ableiten.

Die Handlungsanleitungen des Positionspapiers sollen Schulen Impulse geben, die Corona-Pandemie als Chance für die eigene Schulentwicklung zu nutzen. Die Empfehlungen sind damit auch ein Beitrag zu einem bildungspolitischen Diskurs, der Schulqualität und Schulentwicklung endlich und auf allen Ebenen ernst nimmt.

Gute Praxiserfahrungen für die Gestaltung der Zukunft nutzen

Um Ansatzpunkte guter Praxis für die Gestaltung einer zukunftssicheren Schule zu identifizieren, wurden leitfadengestützte Interviews mit neun Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises geführt, in denen die Schulen zu ihren Erfahrungen im Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise befragt wurden.

Dabei steht ein Aspekt der schulischen Arbeit besonders im Fokus: die professionelle Gestaltung pädagogischer Beziehungen. Ohne tragfähige und vertrauensvolle Beziehungen kann Lernen und Lehren nicht gelingen. Die Erfahrungen der Preisträgerschulen bestätigen, eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern für ein erfolgreiches Lerner auf Distanz unerlässlich ist.

Schülerinnen und Schüler an Preisträgerschulen verfügen in der Regel über umfangreiche Erfahrungen mit selbstgesteuerten Lernprozessen. Das gilt für die Projektarbeit und ebenso für die Arbeit mit Logbüchern sowie für das Lernen mit Lernlandkarten, auf die sie während der Phase des Distanzlernens aufbauen konnten.

Viele der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises sind beim Thema Digitalisierung bereits weit fortgeschritten und nutzen digitale Medien sowie Lernmanagementsysteme ganz selbstverständlich zur Unterrichtsgestaltung. Während der Corona-Krise konnten diese Vorerfahrungen genutzt werden, um zeitnah rein digitale oder hybride Lernformate umzusetzen und etwa Lernmanagementsysteme, Videokonferenztools oder Möglichkeiten der gemeinsamen digital unterstützten Arbeit an Dokumenten für das Lernen auf Distanz zu nutzen.

In viele Schulen, die sich rasch und erfolgreich an die veränderte Situation anpassen konnten, ist die Verantwortung auf ein Leitungsteam mit klarer Zuständigkeit und Entscheidungsautonomie verteilt. Dadurch können die Schulen agil, und demokratisch handeln, um individuelle Lösungen für den Umgang mit Corona zu entwickeln und zu adaptieren. Die Empfehlungen ermutigen Schulen, Handlungsspielräume zu nutzen und Probleme eigenständig und mutig anzugehen.

Die ausführlichen Empfehlungen lesen Sie in der Broschüre „Gute Schule bewährt sich in der Praxis. Empfehlungen der Deutschen Schulakademie für eine Schule der Zukunft“. Sie steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.