Ein gemeinsamer Start ins neue Schuljahr hat Tradition beim Potsdamer Projekt „Schulen einer Stadt“. Rund 600 Gäste kamen diesmal zur Auftaktveranstaltung mit einem Vortrag von Dr. Robin Malloy zu den neuropsychologischen Voraussetzungen des Lernens.

Hans Anand Pant und Ulrike Kegler
Prof. Hans Anand Pant mit Ulrike Kegler, Programmteam

Schuljahresauftakt des Potsdamer Bündnisses „Schulen einer Stadt“ 

Mit einer großen Auftaktveranstaltung startete das Potsdamer Bündnis „Schulen einer Stadt“ in das neue Schuljahr: mehr als 600 Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter aus den Netzwerkschulen kamen am 30. August in die MBS Arena in der brandenburgischen Hauptstadt. „Wir wollen zum Schulstart die gesamten Kollegien der Netzwerkschulen und die interessierte Öffentlichkeit über die Entwicklungen in unserem Schulbündnis informieren“, sagte Rüdiger Ziemer, Projektleiter von „Schulen einer Stadt“. „Und wir wollen ihnen Menschen präsentieren, von deren wissenschaftlicher Expertise wir lernen können.“ Das Netzwerk hatte zur Veranstaltung den Pädagogen und Coach Dr. Robin J. Malloy eingeladen, der einen intensiven Input über die neuropsychologischen Voraussetzungen des Lernens gab.  

Das Netzwerk, 2016 in Eigeninitiative gestartet, ist seit März dieses Jahres ein Projekt der Deutschen Schulakademie. „Das war ein entscheidender Entwicklungsschritt. Jetzt hat das Netzwerk den nötigen strukturellen und finanziellen Rahmen“, so Rüdiger Ziemer. 

Für die Deutsche Schulakademie ist „Schulen einer Stadt" ein besonderes Projekt. „Wir sind stolz auf das Netzwerk. Hier ist das Team der Star und nur das Netz aller Schulen kann zum Erfolg des gesamten Projektes führen, “ sagte Prof. Hans Anand Pant, Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie. Als Schulnetzwerk, das im klar abgegrenzten regionalen Rahmen und sehr selbständig Schul- und Unterrichtsentwicklung wagt, ist „Schulen einer Stadt“ für die Deutsche Schulakademie ein Pilot-Format. „Wir freuen uns darauf, „Schulen einer Stadt“ weiter dabei zu begleiten, das Netzwerk mit Leben zu füllen und die Transformationsprozesse des Wissens auf allen Ebenen zu planen und umzusetzen.“ Prof. Pant dankte dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), dem Staatlichen Schulamt und der Stadt Potsdam für die Unterstützung des Projektes.

„Dieses Schulbündnis liegt dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sehr am Herzen“, sagte Ingo Müller, Leiter des Referates Lehrerbildung, der ein Grußwort des brandenburgischen Bildungsministers Günter Baaske überbrachte. Das Projekt sei als Netzwerk für Unterrichtsentwicklung ein „Idealfall“. Müller sagte die Unterstützung des Ministeriums und des Staatlichen Schulamtes für den Schulverbund zu. „Und wenn man so einen starken Partner wie die Deutsche Schulakademie an seiner Seite hat, lautet die Frage nicht, ob das Projekt ein Erfolg wird, sondern wie groß der Erfolg sein wird,“ so Ingo Müller.

Ziel des Netzwerkes ist es, Schulen in Potsdam gemeinsam besser zu machen und ein nachhaltiges Lernen zu gestalten. Dafür planen die bis zu 5 Teilnehmenden pro Schule im Team überschulische und fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben, setzen sie um und reflektieren sie im Netzwerk. „Der Effekt ist unbeschreiblich“ so Ziemer. „Die Teilnehmer sehen, wie andere Kollegen/innen Schule und Lernen verstehen, wie sie Schulräume gestalten und wie die Kollegien zusammenarbeiten.“ Die Herausforderung für das neue Schuljahr sieht Rüdiger Ziemer im Wissenstransfer aus der Netzwerkgruppe in die gesamten Kollegien. 

Die Veranstaltung zum Schuljahresauftakt war eine Kooperation des Netzwerkes mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und dem Staatlichen Schulamt, vertreten durch Janina Kolkmann, Schulrätin im Staatlichen Schulamt Brandenburg a.d. H. Für die Stadt Potsdam kam Noosha Aubel, Beigeordnete für Kultur, Bildung und Sport und stellvertretende Bürgermeisterin