Die Deutsche Schulakademie hat Kooperationsverträge mit zwei Kompetenzzentren für Lehrerfortbildung in Niedersachsen abgeschlossen. Damit kann die Werkstatt „Schule leiten“ im Herbst in Lingen und Bad Bederkesa starten.

Foto v.l.n.r.: Henning Rosahl (Die Deutsche Schulakademie), Judith Hilmes (Ludwig Windthorst Haus), Dr. Wilfried Kretschmer (Die Deutsche Schulakademie), Gisela Hoiman (Die Deutsche Schulakademie), Dr. Michael Reitemeyer (Ludwig Windthorst Haus) Bildnachweis: Ludwig Windthorst Haus

Die Deutsche Schulakademie bietet das einzigartige Qualifizierungsangebot für Schulleitungen mit gleich zwei Partnern in Niedersachsen an: dem Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa und der Katholisch-Sozialen Akademie Ludwig Windthorst Haus in Lingen. „Wir freuen uns sehr, dass die Werkstatt „Schule leiten“ jetzt auch in Lingen und Bad Bederkesa angeboten wird“, so Cornelia von Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer, die das Projekt bei der Deutschen Schulakademie leiten. Ihr Ziel: „Schulleitungen sollen Schulen nicht nur gut verwalten. Je eigenverantwortlicher moderne Schulleitung agiert, desto mehr pädagogische Gestaltungsaufgaben kommen auf sie zu. Wir wollen sie dabei unterstützen.“ Die Werkstatt „Schule leiten“ startet in Lingen am 29. November, in Bad Bederkesa am 6. Dezember 2018 und dauert bis 2020.

Die Werkstatt „Schule leiten“ verbindet theoretische Fortbildung mit praktischer Schulentwicklung vor Ort: Die teilnehmenden Schulleitungsmitglieder entwickeln an ihrer Schule ein Reformprojekt und werden dabei in Seminarbausteinen professionell begleitet und unterstützt. Über die Weiterentwicklung ihrer Schule stärken sie auch die eigenen Leitungskompetenzen. Dabei fließen die Erfahrungen der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises als Anregungen für gute Leitung und als Beispiele für gute Schule in die Werkstattreihe ein. 

Die Werkstatt „Schule leiten“ besteht aus fünf zweitägigen Bausteinen, drei Netzwerktreffen, einer Schulhospitation an Preisträgerschulen und einem Angebot zum Gruppencoaching. Die Schulen selbst setzen in dieser Zeit ein Reformprojekt um, das den Unterricht weiterentwickelt. Dabei kann es z.B. um Sprachförderung, inklusiven Unterricht, veränderte Leistungsbewertung oder ein schulinternes Curriculum gehen. Das Projekt stößt in der Regel nachhaltige organisatorische Veränderungen in der Schule an, wie beispielsweise mehr oder neue Formen von Teamarbeit. Die Verbesserungen der Professionalität der Lehrkräfte durch Fortbildungskonzepte und gemeinsame Unterrichtsplanung und Unterrichtsbesuche sind ebenfalls Bestandteil der Werkstatt-Bausteine. Neben der konkreten Gestaltung von Projekten zielt die Werkstatt auf die Stärkung von Handlungskompetenzen und die Weiterentwicklung des persönlichen Führungspotentials. Regionale Vernetzungen soll die Schulleitungen dabei auch mittelfristig weiter unterstützen. 

Die Werkstatt „Schule leiten“ wurde in enger Kooperation mit Preisträgerschulen als ein neues Modell nachhaltiger Schulleitungsfortbildung zunächst im Saarland entwickelt. Dort beginnt im Herbst 2018 bereits der dritte Durchgang. Die Evaluation der ersten beiden Fortbildungen ergab eine hohe Zustimmung unter den Teilnehmenden. Die Schulleitungen konnten alles neu Gelernte sofort in ihrer Praxis umsetzen. Umgekehrt flossen Erwartungen und Entwicklungsbedarfe aus der jeweiligen Schulpraxis in die Arbeit innerhalb der Werkstatt mit ein. Ein gutes Feedback bekam die Expertise der Trainerinnen und Trainer, der professionelle Methodenmix, die Beteiligung der Preisträgerschulen mit ihrer Erfahrung guter Praxis und die vielfältige Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch untereinander. 

Die Werkstatt in Bad Bederkesa wird durchgeführt von Maja Dammann (ehem. Schulleiterin der Erich-Kästner-Gesamtschule Hamburg, Referatsleiterin Personalentwicklung am Landesinstitut in Hamburg) und Dr. Maike Reese (Organisationsberaterin, Trainerin und Moderatorin). Die Werkstatt in Lingen wird durchgeführt von Dr. Wilfried Kretschmer (Projektleiter „Schule leiten“ Deutsche Schulakademie, ehem. Schulleiter der mit dem Hauptpreis des Deutschen Schulpreises ausgezeichneten Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim) und Henning Rosahl (ehem. Didaktischer Leiter der Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim).

Interessierte Schulleitungen können sich bis Ende Oktober anmelden: