Die Deutsche Schulakademie unterstützte die Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim bei einer beispiellosen Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.

Workshop auf dem Toleranzfestival gegen Rassismus
Bildnachweis: Maren Krempin/Die Deutsche Schulakademie

Mit einem zweitägigen Festival setzten die Schülerinnen und Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule ein beeindruckendes Zeichen für mehr Toleranz. Es war das größte Festival, das je eine Schule in Niedersachsen selbst organisiert hatte. Die Schülerschaft der Robert-Bosch-Gesamtschule organisiert in monatelanger Vorbereitung mehr als 100 Projekte und Workshops, an denen sich Tausende Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim beteiligten. Höhepunkt des Festivals war der Auftritt des Hip-Hop-Stars Jan Delay am Abend.

Eröffnet wurde das Festival von Niedersachsens Kultusminister Grant Erik Tonne, der Kritik an der AfD übte. Diese hatte die Stadt darum gebeten, eine Aufforderung des Schulleiters Dr. René Mounajed, an einer Fotoaktion der Schule gegen Rechtsextremismus teilzunehmen, zu überprüfen. Die Schülerinnen und Schüler wollten nach den Angriffen auf René Mounajed ein Zeichen gegen Rassismus setzen und organisierten daraufhin das Toleranzfestival.

Die Robert-Bosch-Gesamtschule hatte 2007 den Deutschen Schulpreis gewonnen und ist damit im Netzwerk der Preisträgerschulen, das eng mit der Deutschen Schulakademie zusammenarbeitet. Das war für uns Grund genug, die Schule zu unterstützen und uns an den Angeboten zu beteiligen. „Es ist großartig, was die Robert-Bosch-Gesamtschule auf die Beine gestellt hat. Ein wichtiges und richtiges Zeichen für Solidarität, Offenheit und Toleranz“, sagte Dr. Simon Moses Schleimer. Er bot gemeinsam mit Maren Krempin den Workshop „Du, ich und wir - gemeinsam interkulturelle Schule gestalten“ an. Was ist Kultur? Wofür brauchen wir Kultur? Und was ist eigentlich Interkulturalität? Das waren Fragen, die sie mit den ca. 25 Schülerinnen und Schülern aus der Oberstufe diskutierten. Mit Hilfe von Legosteinen bauten die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen und Visionen von einer idealen interkulturellen Schule. „In unserem Workshop haben wir die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, sich Gedanken darüber zu machen, wie eine Schule als Ort interkulturellen Austauschs aussehen kann. Die Ideen waren sehr inspirierend“, sagte Maren Krempin. Die Ergebnisse wurden mit Polaroids festgehalten und auf einem Poster zusammengetragen, das in der Schule einen Platz bekommt.