Beim Auftakt der Werkstatt „Schule leiten“ im Saarland, nahm sich Kultusminister Ulrich Commerçon sich Zeit, um die 34 Schulleiterinnen und Schulleiter persönlich zu begrüßen. Er lobte die Werkstatt als „bundesweit einmalig“.

Verantwortliche Werkstatt "Schule leiten"
Verantwortlich für die Werkstatt: Maike Reese, Maja Dammann, Margarete Schorr, Kultusminister Ulrich Commerçon, Cornelia von Ilsemann, Kathrin Andres, Wilfried Kretschmer (von li nach re)

Am 8. September 2016 fand in der Europäischen Akademie Otzenhausen im Saarland das Treffen der Werkstatt „Schule leiten“ statt. Die Fortbildung für Schulleitungen wurde gemeinsam von der Deutschen Schulakademie, dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) und dem Ministerium für Bildung und Kultur entwickelt.  Es hatten sich deutlich mehr Schulen für die Teilnahme beworben, als aufgenommen werden konnten. 

Der saarländische Minister für Bildung und Kultur Ulrich Commerçon nahm sich Zeit, um die 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 17 Schulen unterschiedlicher Schulformen aus dem Saarland in dem Tagungshaus am Südrand des Naturparks Saar-Hunsrück persönlich zu begrüßen. Bei seiner Ansprache an die Schulleiterinnen und Schulleiter sagte er: „Diese Kooperation haben wir im November letzten Jahres vereinbart und sie ist bislang bundesweit einmalig. Dafür möchte ich der Deutschen Schulakademie nochmals recht herzlich danken.“ Schule müsse als System begriffen werden, das möglichst selbstbestimmt Prozesse der nachhaltigen Unterrichts- und Schulentwicklung fördere, sagte der saarländische Kultusminister. Mit der Fortbildung solle eine pädagogische Handlungs- und Führungskultur in der Schule gestärkt werden, die den Qualitätskriterien des Deutschen Schulpreises entspreche und das Lernen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stelle. „Das erweiterte Qualifizierungskonzept nimmt die Schulentwicklung mit ihrem systemischen Ansatz stärker in den Blick und reagiert auf veränderte und komplexere Anforderungen an Schule, auf neue Erkenntnisse der Schulwirksamkeitsforschung, auf Schule als 'lernende Organisation' und damit auf die gewachsene Leitungskompetenz unserer Schulleiterinnen und Schulleiter“, so Commerçon zu den schulpolitischen Hintergründen.

In den kommenden zwei Jahren werden die beteiligten Schulleitungen an ihrer Schule ein Reformvorhaben entwickeln und umsetzen. Dafür erhalten sie Unterstützung in weiteren vier Werkstattbausteinen, sowie bei Gruppencoachings und Netzwerktreffen. Bundesweit einmalig ist das Angebot, Schulleitungen von Schulpreisschulen an mehreren Tagen bei ihrer Arbeit zu begleiten. „Die Stärke der Deutschen Schulakademie besteht darin, dass sie Angebote aus der Praxis für die Praxis macht und uns das Wissen der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises zugänglich macht“, sagte Commerçon zu den Schulleiterinnen und Schulleitern. „Der Fokus der Weiterbildung wird konsequent auf die beiden miteinander verbundenen Qualitätsaspekte 'gute Schule' und 'gute Leitung' gelegt. Das Besondere der Werkstatt 'Schule leiten' ist nicht nur, dass die Schulleitungen ihr Wissen sofort an ihrer Schule in die Praxis umsetzen können, sondern sich auch untereinander vernetzen und somit nachhaltig für Schulentwicklung im Saarland sorgen.“

Während ihres ersten Treffens erhielten die Schulen neben Inputs von Leitungen aus Preisträgerschulen und einem Vortrag zu Führungstheorien und -stilen auch viele Möglichkeiten zum Praxisaustausch in Kleingruppen und bei Denkspaziergängen. Ziel der Arbeit war es, eine Lerngemeinschaft zu entwickeln, die eigene Rolle als Führungskraft einer Schule zu reflektieren und Visionen für Reformvorhaben an der eigenen Schule zu entwickeln. 

Bei ihrem nächsten Treffen im November werden die Schulleitungen konkrete Ziele für ihre Schule formulieren, über die sie sich anschließend mit allen Beteiligten in der Schule verständigen sollen.

Die Werkstatt soll in den kommenden Jahren mit weiteren Schulleitungen fortgesetzt werden.