Gute Schulpraxis in die Breite zu tragen ist ein Ziel des Transferzirkels „Jede (r) ist besonders“ (JIB). Die Regionalleitungen des Zirkels trafen sich jetzt zum Austausch über ihre Arbeit in Berlin.

 

Regionalleitungen JIB-Zirkel , Fotonachweis: Die Deutsche Schulakademie

Seit nunmehr einem Jahr leiten die Teilnehmenden des bundesweiten Zirkels erfolgreich eigene regionale Zirkel in Hamburg, Bremerhaven, Münster, Templin und München. Auf diese Weise wird das Konzept bundesweit in die Breite getragen. Inhaltlich steht der Umgang mit Vielfalt mit seinen Konsequenzen für Lernende, Lehrende, Eltern für die Schulentwicklung im Fokus.

Am 14. und 15. Dezember trafen sich die regionalen Zirkelleitungen in Berlin, um sich über ihre Arbeit auszutauschen und sie zu reflektieren. Außerdem bereiteten sie eine nachhaltige Vernetzung der Schulen vor, mit denen die regionalen Zirkelleitungen vor Ort arbeiten. Auch Knackpunkte wie z.B. das Vorgehen bei personellen und strukturellen Umbrüchen und daraus resultierenden Fluktuationen in den teilnehmenden Schulen wurden thematisiert. Die Rückmeldungen aus den regionalen Zirkeln zeigen, dass das Zirkelformat JIB von den Teilnehmenden der regionalen Zirkel als eine sehr hochwertige und nachhaltige Veranstaltung wahrgenommen wird, welche sich deutlich von üblichen Fortbildungen unterscheidet.

„Die Teilnehmenden kommen mit hohen Ansprüchen zu den Modulen, da sie dies von Veranstaltungen der Deutschen Schulakademie erwarten. Dies ist natürlich eine Herausforderung für uns als Leitung der Module, aber die hochwertigen Impulsreferenten und das fundierte Konzept des JIB-Zirkels erfüllen diesen Anspruch“, sagte Eva-Maria Espermüller-Jug, die in der Leitung des Münchner Zirkels ist. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Teilnehmenden in den Zirkeln entwickeln“, meinte Birgit Elias aus der Leitung des Bremerhavener Zirkels. „Die Kontinuität der Teilnehmenden über die Zirkelfolge hinweg schafft Beziehungen, die Vertrauen untereinander und somit auch eine starke Öffnung und Preisgabe der jeweils eigenen Haltung zum Thema ermöglichen. Dies führt zu nachhaltigen Veränderung im Denken und Handeln der Teilnehmenden, und die Rückmeldung ist, dass dies eine besondere Qualität des Zirkels ist.“ 

„Unsere Preisträgerschulen im JIB-Zirkel leisten hervorragende Arbeit“ sagte Dr. Roman Rösch, Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie. „Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie engagiert und kompetent sie ihre gute Schulpraxis in die Breite tragen und wie die Teilnehmenden davon profitieren“. Die Arbeit der fünf Zirkel wird durch eine wissenschaftliche Begleitung von Prof. Dr. Poldi Kuhl der Leuphana Universität Lüneburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schulakademie evaluiert. In der Evaluation werden Schulentwicklungsprozesse der teilnehmenden Schulen nachgezeichnet, um Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Schulentwicklung für den Umgang mit Vielfalt und Heterogenität zu identifizieren.

Im JIB-Zirkel werden fünf Preisträgerschulen über einen Zeitraum von insgesamt zwei Jahren von einer weiteren Schulpreisträgerschule bei ihrem Schulentwicklungsprozess zum Umgang mit Inklusion und Heterogenität begleitet. Im Anschluss daran begleiten sie in regionalen Zirkeln Schulen vor Ort bei deren Schulentwicklung. Ziele sind zum einen spürbare, messbare Veränderungen an den Schulen im bundesweiten Zirkel und zum anderen eine breitere Verankerung der guten Schulpraxis durch die Gründung neuer regionaler Zirkel mit Schulen vor Ort.