Acht Schulen, die erfolgreich beim Deutschen Schulpreis waren, haben in Schleswig-Holstein ein neues Projekt angestoßen: Gemeinsam mit zehn weiteren Schulen wollen sie im Norden ab Juni 2016 ein Netzwerk zur Schulentwicklung bilden.

Bildnachweis: Theodor Barth

Am 3. und 4. Juni 2016 trifft sich das neue Netzwerk Schulentwicklung Schleswig-Holstein zum Auftakt der gemeinsamen Zusammenarbeit in Ahrensburg. Das Projekt wird von der Deutschen Schulakademie und dem Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt und vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) unterstützt.

Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen Schulen in einem so genannten „Peer-to-Peer-Verfahren“ bei ihrer Entwicklung von ausgezeichneten Schulen begleitet und unterstützt werden. Angestoßen wurde das Projekt von Schulen Schleswig-Holsteins, die bereits erfolgreich am Deutschen Schulpreis teilgenommen haben. „Die gute Praxis dieser Initiativschulen soll den teilnehmenden Schulen als Unterstützung dienen, um eigene Ideen zu entwickeln. Die Konzepte dieser Schulen können adaptiert und im eigenen Schulentwicklungsprozess transformiert werden“, sagt Dr. Roman Rösch, Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie. Insgesamt werden 18 Schulen an dem Netzwerk teilnehmen.

Zu den Initiatoren zählen:

  • Anne-Frank-Schule Bargteheide, Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises 2013
  • Freiherr-von-Stein-Schule Neumünster, nominiert für den Deutschen Schulpreis 2014
  • Fridtjof-Nansen-Schule Flensburg, nominiert für den Deutschen Schulpreis 2008
  • Geschwister-Prenski-Schule Lübeck, 1. Preis „Schule des Jahres Schleswig-Holstein“ 2014
  • Gorch-Fock-Schule Kiel, nominiert für den Deutschen Schulpreis 2015
  • Regionales Bildungszentrum Wirtschaft Kiel, Preisträger Deutscher Schulpreis 2014
  • Schule im Autal Sieverstedt, nominiert für den deutschen Schulpreis 2013
  • Waldschule Flensburg, Preisträger Deutscher Schulpreis 2015

Teilnehmende Schulen des Projekts:

  • Schule am Kegelberg, Glücksburg
  • Boy-Lornsen-Schule, Tinnum, Sylt
  • Paul-Klee-Schule, Lübeck
  • Klaus-Groth-Schule, Kiel
  • Grund- und Gemeinschaftsschule der Stadt Barmstedt
  • Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde
  • Inselschule Fehmarn
  • Kurt-Tucholsky-Schule, Flensburg
  • Willy-Brandt-Schule, Norderstedt
  • Richard-Hallmann-Schule, Trappenkamp

Die Teilnehmenden analysieren zunächst Stärken und Schwächen ihrer Schule, um daraus Ziele für ihre Schulentwicklung zu definieren. Diese dienen als Grundlage für die Arbeit mit den Initiativschulen. Die Themen reichen von kompetenzorientiertem Unterricht, Diagnostik und Leistungsbewertung über Motivation von Kollegen sowie dem Aufbau von neuen Teamstrukturen bis hin zu Elternarbeit. Auch die acht Initiativschulen werden ihrerseits aus dem Netzwerk Impulse zur Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit ziehen. 

Die 18 Schulen werden untereinander weitere, kleinere Netzwerke bilden, die sich gegenseitig unterstützen. Zusammen gesetzt werden diese Netzwerke mit je vier bis fünf Schulen nach Schulart und Entwicklungsziel. Flankiert wird der Prozess durch eine Auftaktveranstaltung, eine Zwischentagung und eine Abschlussveranstaltung. „Wir erhoffen uns eine Art Schneeballeffekt und eine Signalwirkung für andere Bundesländer“, sagt Projektleiterin Karin Krawietz. Für die Zukunft des Projekts wünscht sich die ehemalige Leiterin der Schule im Autal eine weitere Öffnung der Netzwerke für andere Schularten.

Bei der Auftaktveranstaltung am 3. und 4. Juni 2016 wird Prof. Dr. Hermann Veith vom Regionalteam Nord der Deutschen Schulakademie einen Vortrag zu „Veränderungsmanagement und Schulentwicklung“ halten. Das Treffen findet im Park Hotel Ahrensburg, Lübecker Straße 10a, 22926 Ahrensburg, statt.

Weitere Informationen zum Ablauf und Programm:
Projektleiter Karin Krawietz und Michael Wildt.
karin.krawietz@deutsche-schulakademie.de