Im Rahmen der Fortbildungsoffensive zur Weiterentwicklung der Realschulen startet in Baden-Württemberg ein neuer Durchgang der erfolgreichen Pädagogischen Werkstatt „Individualisierung“, entwickelt von der Deutschen Schulakademie

Bildnachweis: Theodor Barth

Diese Form der Kooperation, die Mitte November startet, ist neu und dieses Mal ganz auf die Bedürfnisse des Bundeslandes zugeschnitten. Das gemeinsame Konzept des Kultusministeriums in Stuttgart und der Deutschen Schulakademie ist ein Element im Rahmen der Fortbildungsoffensive zur Weiterentwicklung der Realschulen, weshalb zum ersten Mal ausschließlich Realschulen teilnehmen werden. Die Realschulen in Baden-Württemberg werden ab dem Schuljahr 2016/2017 neben dem mittleren Niveau, das zum Realschulabschluss führt, auch das grundlegende Niveau anbieten, das zum Hauptschulabschluss führt.

Aus den insgesamt  21 Schulamtsbezirken des Landes wird jeweils eine Schule mit drei Personen teilnehmen. Ein Jahr lang werden die 63 Pädagoginnen und Pädagogen gemeinsam miteinander lernen und arbeiten. Das Besondere der Pädagogischen Werkstatt ist, dass die Lehrerinnen und Lehrer nicht nur gemeinsam diskutieren, sondern in jeder Phase der Werkstatt Unterrichtseinheiten entwickeln, die sie sofort in ihrer Schule umsetzen können. Nach Abschluss der Pädagogischen Werkstatt sollen die so Ausgebildeten das Konzept nicht nur in ihrer Schule vorstellen und implementieren, sondern in ihrem Bezirk weiter in die Breite tragen.

Darüber hinaus sieht das Kultusministerium in Stuttgart weiterhin vor, die Pädagogische Werkstatt an den Landesakademien für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen  für andere Schularten als Fortbildungsreihe anzubieten. Für die Durchführung der Pädagogischen Werkstätten werden insgesamt sechs Personen in einem Train The Trainer-Konzept gemeinsam mit der deutschen Schulakademie weitergebildet.