Zwei Jahre lang haben sechs Preisträgerschulen an ihren Konzepten zum Umgang mit Vielfalt gearbeitet. In Zukunft werden sie ihr Wissen in eigenen Transferzirkeln mit anderen Schulen teilen. Interessierte können sich für die Teilnahme bewerben.

Transferzirkel der Deutschen Schulakademie
Bildnachweis: Theodor Barth

Der konstruktive Umgang mit Vielfalt ist für Schulen eine tägliche Herausforderung. Zur Unterstützung bei der Bewältigung dieser Aufgabe hat die Deutsche Schulakademie den Transferzirkel konzipiert. Dabei haben in den letzten zwei Jahren sechs Preisträgerschulen aus unterschiedlichen Regionen gemeinsam an ihrer Entwicklung gearbeitet. Ziel war u.a. die Bewusstmachung und Entwicklung von Haltungen, fachlicher und methodischer Input sowie die Bildung eines Netzwerkes.

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit geht der Transferzirkel nun in die nächste Phase: Die teilnehmenden Schulen der ersten Phase werden in Zukunft eigene Zirkel in ihrer Region leiten und so weitere Schulen bei ihrer Entwicklung unterstützen. Dazu wird die Teilnahme am Transferzirkel ausgeschrieben. Pro Schule können drei Personen teilnehmen, eine sollte Mitglied der Schulleitung sein. Die drei Personen sollten an allen Veranstaltungen des Transferzirkels teilnehmen. Interessierte Schulen können sich bis zum 14. November 2016 in ihrer Region bewerben:

Die Ausschreibung wird zum Anlass genommen, den Transferzirkel umzubenennen. Hieß er ursprünglich „Anders sein ist normal“ (ASIN), soll er zukünftig „Jede(r) ist besonders“ (JIB) heißen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Phase sind alle ausgewiesene Experten in der konzeptionellen Theorie zum Umgang mit Heterogenität. Viele von ihnen leiten Schulen, die seit Jahren erfolgreich Konzepte in der Praxis umsetzen und dafür mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. „Bei den Teilnehmenden stieß der Name ASIN auf Kritik, da er nicht die aktuelle wissenschaftliche Diskussion widerspiegelt“, sagt Andreas Meisner, Projektleiter des Transferzirkels, „sondern vielmehr Bezug auf eine Norm formuliert, die allgemein abgelehnt wird. Daher erhält der Transferzirkel nun einen neuen Namen.“

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