Ideen, wie Schule aussehen könnte, gibt es viele. Oft fehlen jedoch Freiräume, um sie weiterzudenken. Die Deutsche Schulakademie ermöglicht Raum für Experimente. Jetzt fand ein erstes Reflexionstreffen der Innovationslabore statt.

Bildnachweis: Katja Jäger

Am 29. und 30. November reisten Vertreterinnen und Vertreter aus den Innovationslaboren nach Berlin, um sich kennenzulernen und ihre Ideen rund um das Thema Schulentwicklung vorzustellen. „Ich bin sehr beeindruckt, wie motiviert die Teams mit konkreten Vorhaben an der Verbesserung des Schulsystems arbeiten,“ sagte Andrea Blaneck, Projektberaterin der Deutschen Schulakademie. 

Über zwei Tage hinweg lernten sich die Teams kennen, gaben sich gegenseitig Feedback und werteten ihre Arbeitsfortschritte aus. Dabei ging es nicht nur darum die eigenen Erfolge zu präsentieren, sondern auch über Herausforderungen zu sprechen. Für die gegenseitige Beratung waren die verschiedenen Perspektiven aufgrund der Multiprofessionalität, die in vielen Teams steckt, besonders hilfreich. Die Innovationslabore bestehen aus Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen, außerschulischen Partnern, sowie Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und NGOs. Auch Schülerinnen und Schüler denken in den Innovationslaboren mit und bereicherten das Reflexionstreffen mit wertvollen Impulsen. 

Katja Jäger von „betterplace lab“ moderierte das Treffen und ermöglichte mit interessanten Beispielen einen Perspektivwechsel. Ende 2019 findet das zweite Reflexionstreffen statt. So lange möchten die Teilnehmenden jedoch nicht auf die Zusammenarbeit verzichten. Durch das Treffen ist ein neues Netzwerk entstanden, dessen Expertise die Teilnehmenden für ihre Arbeit auch vorher schon nutzen möchten. 

Aktuell unterstützt die Deutsche Schulakademie vier Innovationslabore:

  • „G-flex – auf dem Weg zum Abitur“: eigene Bildungswege gehen, Potenziale entfalten, individuelle Leistung steigern in Mittel- und Oberstufe
  • „Neue Oberstufe“:  Neue Lernarrangements in der Oberstufe
  • „Lernen trifft Leben“: Schulentwicklung aus Schülerperspektive 
  • „Global Citizenship Education“: Bildung zum Weltbürgertum. 

Die Ideen stammen von den Innovationslaboren selbst. Sie arbeiten eigenverantwortlich an Schulentwicklungskonzepten, die auf den Kriterien des Deutschen Schulpreises basieren. Die Deutsche Schulakademie steht den Lerngemeinschaften finanziell und beratend zwei Jahre lang zur Seite.  

Weitere Informationen zu den Innovationslaboren und zur Bewerbung finden Sie demnächst hier.