Schulentwicklung durch kreativen Umgang mit Raum und Zeit lautet die Idee hinter dieser Werkstatt. Wie die Teilnehmenden des ersten Durchgangs dieses Ziel umsetzten, zeigten sie jetzt im Follow-Up-Treffen.

Das Team der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk in Mönchengladbach präsentierte beim Follow-Up im Kloster Drübeck anhand eines Labyrinthes den Entwicklungs-Weg der Schule. Bildnachweis: David Weyand

Die Leitidee der Werkstatt „Neue Lernstrukturen – Raum-Zeit-Schule“ ist innovativ: Schulen schaffen mit neuen und kreativen Raum-Zeit-Konzepten ein anregendes Lernumfeld, mit dem sie besser auf die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler eingehen können. Das Ziel: die Lernerfolge zu steigern.

Die erste Reihe der Werkstatt „Neue Lernstrukturen – Raum-Zeit-Schule“ startete im Mai 2015 mit zwölf Schulleitungsteams aus ganz Deutschland und endete zwei Jahre später. Jetzt trafen sich die Teilnehmenden dieses Durchgangs wieder zum Follow-Up im Kloster Bad Drübeck. In den Mittelpunkt stellten sie die Reflexion der Ergebnisse, die sie in ihren Schulen erreicht haben: sie hatten in den Bausteinen der Werkstatt Wege und Maßnahmen für eine neue Schul- und Unterrichtskultur geplant, die anschließend in den Schulen umgesetzt werden sollten. Die meisten Teilnehmenden waren damit erfolgreich. Die Bandbreite reichte dabei von kleinen Initiativen und Projekten bis hin zu grundlegenden und nachhaltigen Reformen. Hinzu kamen persönliche Veränderungen, die in der Werkstatt angestoßen wurden.

Als maßgeblich für den Erfolg der Werkstatt beschrieben die Schulleiterinnen und Schulleiter neben der kollegialen Beratung durch die anderen Schulleitungen und den kreativen Trainings-Methoden vor allem die ungewöhnlichen Tagungsorte, die immer einen Bezug zum Thema des Bausteins hatten: So trafen sich die Teilnehmenden für den Baustein „Traum“, bei dem es um gedankliche und wirkliche Weite geht, an der Ostsee. Für das Thema „Raum“ suchten sie in einem ehemaligen Industriegebiet in Bielefeld nach Zeichen der Veränderung von Urbanität. Und für den Baustein "Weg", bei dem Maßnahme und Meilensteine geplant wurden, reisten sie ins Mittelgebirge.

Entscheidende Erfolgsfaktoren waren auch die vier Projektleitungen, die zum Entwicklungsteam der Werkstatt gehörten. Alle sind erfahrene Schulleiterinnen und Schulleiter aus Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises: Ulrike Kegler leitete die Montessori Oberschule in Potsdam, Wilfried Kretschmer die Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim, Hans Kroeger das Oberstufenkolleg in Bielefeld und Barbara Riekmann die Max-Brauer-Schule in Hamburg. In ihrem jeweiligen Leitungsstil unterscheiden sie sich in vielfältiger Weise. Gemeinsam ist ihnen ihr persönlicher und pädagogischer Eigensinn. Es ist „ihre“ Schule, die sie mit Tatkraft und Enthusiasmus und auch gegen viele Widerstände geprägt und in demokratischer Weise kooperativ geformt haben. Von ihren Erfahrungen und Ideen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer maßgeblich profitieren.

Im Fokus der Werkstatt „Neue Lernstrukturen – Raum-Zeit-Schule“ stehen Wege und Maßnahmen für eine neue Schul- und Unterrichtskultur, die von den Teilnehmenden geplant und anschließend in der eigenen Schule umgesetzt werden. Die wesentlichen Elemente dabei sind die Faktoren Raum und Zeit. Hinzu kommt der Transfer inhaltlicher und methodischer Kompetenzen und die Vermittlung von Bausteinen, die für die Schulentwicklung der Schulen von Bedeutung sind.

Die nächste Reihe der Werkstatt startet voraussichtlich im Frühjahr 2020 an. Weitere Informationen dazu finden Sie zu gegebener Zeit auf unserer Webseite.