Am 15. und 16. März 2019 fand das bisher größte Stipendiatentreffen statt. Rund 180 Lehrkräfte und Schulleitungen aus ganz Deutschland reisten nach Erkner.

Bildnachweis: David Weyand

Grund für die gestiegene Zahl der Teilnehmenden ist der Wunsch, die Schulleitungen noch stärker in das Hospitationsprogramm einzubinden. Seit 2018 ist die zusätzliche Teilnahme der Schulleitung am Stipendiatentreffen eine Bewerbungsvoraussetzung. Dass die Schulen diese Neuerung gut angenommen haben, zeigte sich in der Zusammensetzung der Tandems. Viele Schulleitungen kamen nicht nur zum Stipendiatentreffen, sondern nutzten die Chance und hospitierten selbst. Sandra Wille, Projektmanagerin der Deutschen Schulakademie, freute sich über die gemischten Tandems: „Es ist wichtig, die Schulleitung mit im Boot zu haben, da sie in Veränderungsprozessen eine entscheidende Rolle einnimmt. Ihre Anwesenheit ist ein starkes Zeichen.“

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten hospitierten fünf Tage an den Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises. Abhängig von ihren Schulentwicklungsvorhaben konnten sie sich aus über 60 Preisträgerschulen für sie interessante Schulen auswählen. Die Deutsche Schulakademie unterstütze die Hospitation mit einer Vor- und Nachbereitung sowie mit einem Reisestipendium über 500 Euro. Mit der großen Abschlussveranstaltung endete für die Stipendiatinnen und Stipendiaten das Hospitationsprogramm und der Transfer in die Schulen beginnt. 

Fachlich fundierte Anregungen und Empfehlungen, wie die neugewonnen Erkenntnisse in den eigenen Schulalltag umgesetzt werden können, gab Maja Dammann. Die ehemalige Schulleiterin, Trainerin und Coachin für pädagogische Führungskräfte hielt einen Vortrag zum Thema: „Veränderungsprozesse in Schulen verstehen und gestalten“. Neben einem fachlichen Input konnten die Teilnehmenden in Einzel- und Tandemarbeitssequenzen sowie in Gruppenarbeiten ihre Erlebnisse und Beobachtungen reflektieren. Beim „Marktplatz der Schulen stellten die Stipendiatinnen und Stipendiaten circa 45 besuchte Preisträgerschulen vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Außerdem diskutierten die Teilnehmenden untereinander, wie sie die Ansätze, Konzepte oder Inspirationen aus den Preisträgerschulen in der eigenen Schule umsetzen können.

Der zweite Tag galt der Konkretisierung von Vorhaben an der eigenen Schule. Das „BarCamp“ bot Raum und Zeit, die Gespräche thematisch zu vertiefen und sich gegenseitig sowohl zu inhaltlichen als auch zu strukturellen Fragen zu beraten. Mit rund 40 Sessions gab es in diesem Jahr so viele Angebote wie noch nie. 

Am 08. April 2019 startet ein neuer Durchgang des Hospitationsprogramms. Bis zum 10. Mai 2019 können sich Lehrkräfte und Schulleitungen für eines von 150 Hospitationsstipendien bewerben. Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.