Mit großem Erfolg ist der erste Durchgang der Pilot-Werkstatt „Schule leiten“ im Saarland abgeschlossen worden. Die Deutsche Schulakademie will das zweijährige Schulentwicklungsprogramm jetzt auch bundesweit anbieten.

Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot im Austausch mit Projektleiter Dr. Wilfried Kretschmer, Deutsche Schulakademie © Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Berlin/Saarbrücken - Die erste Werkstattreihe des Pilot-Projektes „Schule leiten“ der Deutschen Schulakademie in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes ist heute erfolgreich abgeschlossen worden. Im Rahmen der zweijährigen Fortbildung haben 34 Schulleitungsmitglieder aus 17 Schulen ein Reformvorhaben an ihren Schulen entwickelt und umgesetzt. Dabei wurden sie von Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises unterstützt. „Dieses Projekt war so erfolgreich, dass wir „Schule leiten“ nun als bundesweites Schulentwicklungsprogramm anbieten werden“, sagte Dr. Roman Rösch, Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie in Berlin.

Zum Abschluss des letzten Bausteins der Werkstatt in der Europäischen Akademie Otzenhausen sagte Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot: „Die Schulen im Saarland müssen vielfältige Anforderungen bewältigen. Insbesondere den Schulleitungen kommt dabei eine entscheidend wichtige Aufgabe zu. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir als erstes Bundesland gemeinsam mit der Deutschen Schulakademie neue Wege bei der Schulleiterfortbildung gehen. Die Werkstatt ergänzt die Anstrengungen des Bildungsministeriums für eine nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung.“

„Schule leiten“ ist ein Schulentwicklungsprogramm, das von der Deutschen Schulakademie in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung und Kultur entwickelt wurde. Die Fortbildung von Schulleitungen zielt auf eine nachhaltige Weiterentwicklung der allgemeinbildenden Schulen des Saarlandes. „Das Besondere an der Werkstatt „Schule leiten“ ist, dass Schulleitungen hier ein konkretes Reformprojekt an ihrer Schule entwickeln und umsetzen. Gleichzeitig erweitern sie ihre Führungskompetenzen in einer Fortbildung“, sagte Projektleiterin Cornelia von Ilsemann, Deutsche Schulakademie. „Als Ergebnis der Werkstattreihe soll sich in den beteiligten Schulen die Lernkultur der Schülerinnen und Schüler erkennbar verbessern“, ergänzte Projektleiter Dr. Wilfried Kretschmer. 

Die Werkstatt besteht aus fünf zweitägigen Bausteinen, zwei Netzwerksitzungen, Gruppencoachings sowie Hospitationen an Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises. „Die teilnehmenden Schulleitungen profitierten besonders von der Möglichkeit, an Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises zu hospitieren und von deren Stärken zu lernen“, sagte Dr. Wilfried Kretschmer.

Die Deutsche Schulakademie lässt das Projekt derzeit extern evaluieren. In ersten Rückmeldungen zeigten sich die teilnehmenden Schulleitungen sehr zufrieden über Inhalt und methodische Vielfalt der Werkstatt. „Es war eine Freude, mit den hochengagierten und professionellen saarländischen Schulleitungen zusammenzuarbeiten“, sagte Cornelia von Ilsemann.

Im Saarland geht die Fortbildung der Schulleitungen bereits weiter: Der zweite Durchgang der Werkstatt „Schule leiten“ hat begonnen, der dritte Durchgang startet im Herbst 2018. Bis 2020 sollen mindestens 90 Schulleitungsmitglieder aus 45 Schulen an der Werkstatt „Schule leiten“ teilnehmen.