Auf der 7. Berliner Schulleitungstagung debattierten Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Schulakademie über die Rolle der Schulleitung in einer demokratischen Schule.

Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel bei ihrer Eröffnungsrede auf der 7. Berliner Schulleitungstagung am 26. September 2019
Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel bei ihrer Eröffnungsrede auf der 7. Berliner Schulleitungstagung am 26. September 2019, Bildnachweis: Dr. Wilfried Kretschmer

Die Rolle der Schulleitung in einer demokratischen Schule war Thema der 7. Berliner Schulleitungstagung 2019 mit dem Titel „Demokratie in Bewegung“. Prof. Silvia-Iris Beutel, die als Programmteam-Mitglied in der Schulakademie das Thema „Demokratie lernen und leben“ verantwortet, eröffnete die Tagung mit ihrer Keynote „Woran erkennt man eine gute Schule?“. Cornelia von Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer, beide ebenfalls aus unserem Programmteam, stellten in einem gut besuchten Workshop die Werkstatt „Schule leiten“ vor.

Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel bemaß in ihrem Vortrag schulische Bildung daran, welchen Beitrag sie zur Anerkennung von Individualität, Vielfalt und zur Integration verschiedener biographischer, sozialer sowie kultureller Lebens- und Lernerfahrungen leistet. Sie stellte einen didaktisch begründeten und diagnostisch wie kommunikativ ausgewiesenen Handlungsrahmen für Schule und Lehrerbildung vor, der weit über das fachliche Unterrichten zur institutionellen Ordnung der Demokratie hinausreicht. Alle Formen des Lehrens und Lernens bekommen darin für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Demokratie eine pädagogische Bedeutung: „Mit Verschiedenheit anerkennend, individualisierend sowie lernförderlich und solidarisch umzugehen, wird dann zu einer Aufgabe demokratischer Kultivierung von Schule und erfahrener bildungspraktischer Demokratiekompetenz“, so Silvia-Iris Beutel.

Die Projektleiter der Werkstatt „Schule leiten“ Cornelia v. Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer

Die Projektleiter der Werkstatt „Schule leiten“ Cornelia v. Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer

Unter dem Titel „Schule partizipativ und als lernende Organisation gestalten - Reform und Fortbildung miteinander verbinden“ stellten Cornelia von Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer Inhalte, Methoden und Ziele der Werkstatt „Schule leiten“ vor. Projektleiterin Cornelia von Ilsemann sagte: „Die Werkstatt „Schule leiten“ ist sowohl eine Fortbildung für Schulleitungsmitglieder als auch ein Schulentwicklungsprojekt, da die Teilnehmenden parallel an ihrer Schule ein konkretes pädagogisches Reformvorhaben planen und umsetzen.“ In der Werkstatt tauschen sich Schulleitungen darüber aus und erfahren von Preisträgerschulen und anderen Experten, wie sie in ihrer eigenen Schule pädagogische Prozesse, initiieren, stabilisieren und weiterentwickeln können. „Die Werkstattreihe stärkt den Mut, die Phantasie und die Handlungskompetenzen von Schulleitungen. Darüber hinaus verbessert sie die Leitungskompetenz, indem auf anerkannte und an den Preisträgerschulen erprobte Instrumente der Entwicklung zurückgegriffen wird,“ erläuterte Projektleiter Dr. Wilfried Kretschmer. Die Werkstatt „Schule leiten“ orientiert sich am Prinzip einer partizipativen und kontinuierlichen Entwicklung. Diese Aspekte stellten Cornelia von Ilsemann und Dr. Wilfried Kretschmer im Workshop vor und erprobten sie mit den Teilnehmenden bespielhaft.

Die Werkstattreihe „Schule leiten“ wird bisher gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern im Saarland und in Niedersachen durchgeführt.