Wie lässt sich Forschungswissen in die Praxis transferieren? Diese Frage beantwortete der Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie Prof. Hans Anand Pant in seinem Vortrag und einem Ateliergespräch an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe.

Prof. Dr. Pant beim Vortrag an der PH Karlsruhe
Bildnachweis: Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Ein neues Forschungsatelier und ein LehrLernZentrum – an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe werden Lehreraus- und fortbildung in einer Linie gedacht. Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer sollen besser bei der Aufgabe der Schulentwicklung unterstützt werden.

Plakat PH Karlsruhe: "Das Beste aus der Schule machen"

Bildnachweis: Pädagogische Hochschule Karlsruhe

„Es ist eine seltene Gelegenheit“, erklärte Professor Pant, „dass die wichtigsten Vertreter aller drei Phasen der Lehreraus- und -fortbildung in Karlsruhe an einem Tisch versammelt sind, und nach gemeinsamen Lösungen suchen.“ Eine Chance, die immer häufiger kreiert werden sollte und bei der Deutschen Schulakademie durch den Aufbau zahlreicher Kooperationen und Pädagogischer Werkstätten weiter ausgebaut wird. So kann das Beste aus der Schule gemacht werden und der Transfer von der Forschung in die Praxis gelingen. Vor allem müssen Lernprozesse transferiert und gute Praxis weitergegeben werden. Die Preisträger des Deutschen Schulpreises sind hier vorbildlich.

Inhaltlich wurde der Vortrag von der ph-Karlsruhe so beschrieben: „Professor Pant formulierte zunächst einen heute keineswegs selbstverständlichen Auftrag an die Bildungsforschung: „Wissen zu erzeugen, das für die Praxis nutzbar ist“. Neben die Large Scale-Forschung müssten dabei auch verstärkt wieder „kleinere qualitative Studien“ treten; neben das „Diagnosewissen“ auch „Erklärungswissen“, das beschreiben könne, was in guten Schulen „tatsächlich passiert“, wenn „etwas Neues implementiert wird“. Professor Pant schilderte „strukturelle Barrieren“ für schulische Innovationen und erläuterte die Merkmale „effektiver Schulen“, auf die man sich in der Forschung derzeit verständigen könne. Dabei kritisierte er die bestehende Praxis der Lehrerfortbildung als wenig wirksam und regte an, vielseitigere „Formate“ des Kompetenztransfers zu praktizieren und zu erforschen, wie sie seit Jahren u.a. von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung erprobt und mit der Deutschen Schulakademie auf eine institutionelle Basis gestellt worden seien. Dazu gehöre es, „Netzwerke“ von Schulen und „Communities“ von Lehrkräften stärker für die Schulentwicklung zu nutzen.“ (Quelle: PH AKTUELL)

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