Großer Wurf oder kleine Schritte - Wie kann der Weg zur digitalen Schule aussehen?

Absätze

Freitag, 25.09.2020, 14 Uhr

Wie gelingt der Weg zur digitalen Schule am besten? Im Webinar berichten zwei Schulen von ihren ganz unterschiedlichen Ansätzen: die eine hat über Jahre hinweg, in kleinen Schritten und mit viel Mitbestimmung, digitale Geräte etabliert. Die andere dagegen wagte im März 2020 in einem kurzfristigen Verfahren den großen Wurf. Diese Impulse bieten Inspirationen, einen Weg zu finden, der für die eigene Schule am besten passt.

Dokumentation

Das Thema

Im Mittelpunkt des Webinars stehen die erfolgreichen Erfahrungen von zwei Schulen, deren Wege zur digitalen Schule nicht unterschiedlicher hätten sein können: Die eine stellte bereits zu Beginn des mehrjährigen Prozesses die Mitbestimmung in den Mittelpunkt. Die andere fand im kurzfristigen Verfahren ohne großen Entscheidungsspielraum abrupte Lösungen. Was gelang und gelingt jeweils gut? Was sind gute partizipative Strukturen und wie können Leitungsentscheidungen aussehen? Im Webinar geht es nicht darum, sich für einen Weg zu entscheiden oder eins der beiden Konzepte “1 zu 1” zu übernehmen. Vielmehr bieten die beiden Impulse jede Menge Inspiration, einen Weg zu finden, der für die eigene Schule am besten passt.

Die Mitwirkenden

Matthias Wysocki - Durch Mitbestimmung zur Tablet-Schule!

Didaktischer Leiter der Schiller-Schule Bochum

Die Schiller-Schule hat nach dreijähriger Planungszeit 2019 mit zwei iPad-Jahrgangsstufen in Klasse 5 und 7 begonnen. Mittlerweile arbeitet die gesamte Sek I und Jgst. 10 mit elternfinanzierten 1:1-Geräten. Matthias Wysocki erklärt, wie die Schule über ein Beteiligungsverfahren ein Medienkonzept entwickelt und dieses technisch und organisatorisch umgesetzt hat. Er erläutert auch, wie Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler fortgebildet wurden und berichtet von ersten Erfahrungen und Evaluationen.

Michael Pehle - Große Würfe - Die Einrichtung eines kompletten digitalen Schulgebäudes in zwei Wochen

Lehrer, Schulentwickler und Admin an der Winterhuder Reformschule

Die Winterhuder Reformschule startete zu Beginn der Schulschließungen am 16.3.2020 mit allen Lehrkräften über die Plattform Microsoft Teams in die digitale Schule. Bereits nach drei Tagen waren 95 Prozent aller Schülerinnen und Schüler online: sie chatteten, bekamen Unterrichtsmaterialien und hielten über Videokonferenzen Kontakt. Zwei Wochen später arbeiteten die schulischen Gremien online, so dass die Schulentwicklungsvorhaben „1:1-Ausstattung mit iPads“ und „Rhythmisierung im 60-Min-Takt“ auch in dieser Zeit des digitalen Fernunterrichts durchgeführt werden konnten und zum Schuljahr 20/21 starten. Michael Pehle berichtet, wie der Winterhuder Reformschule der „große Wurf“ gelang und welche Erfahrungen sie dabei machte.